Der Text des Kinderhörspiels „Grumpfblupf und Trielo: Die große Regatta“

(Auch zum Vorlesen geeignet)

Erhältlich auch als Mini-Buch für 3,-- Euro.

 

 

 

 

Grumpfblupf und Trielo: Die große Regatta © Michael Völkel

 

Über Jahre war diese Mission von der Nasa, der amerikanischen Weltraumbehörde, vorbereitet worden.

 

Ein riesiges bemanntes Raumschiff soll zum Jupiter fliegen, ihn umrunden und schließlich soll es eine Landung auf dem Eismond Europa geben und die Astronauten werden Bohrungen vornehmen. Man erhofft sich Antworten auf die Frage, ob sich unter der Eisschicht ein riesiger Ozean befindet, der vielleicht sogar Leben enthält.

 

Kontakt mit außerirdischem Leben.... Ein Wunschtraum der Wissenschaftler seit vielen Jahren, aber so recht glaubt niemand daran, dass er einmal in Erfüllung gehen wird.

 

Die Reise von der Erde zum Jupiter und zurück dauert lange. Ein paar Jahre bestimmt.

Doch glaubt man nicht, dass sich die Astronauten langweilen würden, denn es gibt genug zu lesen, viele DVDs, eine Kiste Yu-Gi-Oh-Karten zum Tauschen und jeder hat einen Gameboy zum Spielen.

 

Das Raumschiff ist jetzt schon seit geraumer Zeit unterwegs und durchkreuzt gerade den Asteroidengürtel.

 

Dieser Asteroidengürtel ist eine Ansammlung von Himmelskörpern der zwischen Mars und Jupiter die Sonne umkreist. Er sieht aus wie ein riesiger Ring.

 

Wissenschaftler glauben, dass dies die Überbleibsel eines großen Planeten sind, der vor etlicher Zeit explodierte. Die Trümmer sind zum Teil groß, wie fliegende Berge oder auch klein, wie Tischtennisbälle.

 

Einer der Astronauten guckt gerade aus dem Fenster des Jupiter-Raumschiffs, um sich die Asteroiden anzuschauen. Im Moment ist keiner zu sehen. Schade, alle zu weit weg.

 

Aber....!

 

 

Da ist etwas anderes.

 

Ein weit entfernter Lichtball nähert sich im Zick-Zack-Kurs dem Raumschiff.

 

Der Ball kommt immer näher und nach Kurzem kann der Astronaut Einzelheiten erkennen.

Das Ding sieht aus wie...eine fliegende Untertasse??!!...Nein, das kann doch nicht sein.

Der Astronaut schließt die Augen und schüttelt den kopf.

 

Als er wieder aus dem Fenster sieht, ist nichts mehr da und er ist froh darüber, denn er fürchtete schon, er hätte einen Weltraumkoller oder ticke nicht mehr richtig.

„Ein Ufo...... ha“ Ausgelacht hätten ihn seine Kollegen.

 

Daaaa!!!

Von unterhalb des Fensterrandes steigt die fliegende Untertasse hoch und schwebt nun direkt vor der Scheibe des Jupiterraumschiffs. Der Astronaut zuckt erschrocken zurück.

 

Er sieht, dass im Inneren des Ufos zwei kleine grünhäutige Wesen sitzen.

Ein dickes und ein dünnes. Mit fühlerähnlichen Stielen an der Stirn, an deren Spitze sich die Augen befinden.

 

Sie heben die Daumen an die Schläfen, wackeln mit den Fingern und prusten mit der Zunge.

 

Im Weltraum kann man nichts hören, aber es kommt dem Astronauten so vor, als würden die Außerirdischen auch noch „nänänänänähnäh“ singen und sich lustig über ihn machen.

 

Dem Astronaut versagt die Stimme. Er kann nur undeutlich glucksen. Gerade, als er sich etwas gefasst hat und seine Kollegen rufen will, muss er mit ansehen, wie die Untertasse in Windeseile davonsaust und auf Nimmerwiedersehen verschwindet.

 

„Was ist denn mit Dir los?“ fragt ein Astronautenkollege, „Du machst ein Gesicht als hättest Du einen Geist oder ein Ufo gesehen.“

 

Der Angesprochene behält das, was er gesehen hat lieber für sich und erfindet eine Ausrede. Ihm wird immer schlecht von der Astronautenkost oder so was in der Art.

 

Das Jupiterraumschiff und seine Besatzung spielt für diese Geschichte keine Rolle mehr.

 

Wir wollen uns jetzt dem kleinen Ufo mit den frechen Außerirdischen zuwenden.

Eide sitzen unter der durchsichtigen Halbkugel des Führerhäuschens und haben einen Riesenspaß.

 

„Mensch, Grumpfblupf, hast Du gesehen, wie der geguckt hat“, fragt der dickere von beiden. Es macht immer wieder Spaß Astronauten zu veräppeln.“

„Stimmt Trielo“, erwidert sein Freund, „aber jetzt bin ich müde. Lass uns nach Hause fliegen.“

„O.K., ich setze den Kurs auf Kartoffel.“

 

Kartoffel ist nämlich der Name des Heimatasteroiden von Grumpfblupf und Trielo. Die vielen kleinen Außerirdischen, die den Asteroidengürtel bewohnen haben dies Himmelskörper so benannt, wie sie aussehen: Kartoffel (den kennen wir ja schon), Mandarine, Gurke, Schweinchen und einer heißt sogar „Kackwurst“..... Weil er eben so aussieht.

Wie es dazu kommt, dass die Außerirdischen Namen verwendet haben, die eigentlcih nur auf der Erde vorkommen (Es gibt schließlich kein Schweine im Weltraum außer im Fernsehen), kann keiner erklären. Vermutlich verbirgt sich ein großes Geheimnis dahinter, dass wir in diese Geschichte aber wohl nicht lösen werden.

 

Die Kartoffelaner und die Kackwürster mögen sich übrigens nicht besonders weil vor ein paar Jahren... ach, egal, auch das gehört in diese Geschichte nicht hinein, sonst wird sie zu lang.

 

Auf Kartoffel leben ungefähr 200 kleine Aliens, darunter auch Grumpfblupf und Trielo.

Der Asteroid hat viele Krater und Höhlen in den die Kartoffelaner leben. Es gibt sogar eine Art Atmosphäre in den abgeschlossenen Hohlräumen. Das ist sehr praktisch, denn der Schall braucht so etwas wie Luft, um sich zu verbreiten. Nur deshalb können die Aliens miteinander reden.

 

Zur Zeit herrscht dort große Aufregung, denn die Vorbereitung für die Regatta läuft auf Hochtouren.

Mit selbstgebauten Raketen veranstalten die Bewohner aller Asteroiden ein Wettrennen durch den dicken Knubbel, eine Ansammlung sehr dicht beieinander liegender Meteoriten. Das ist gefährlich, denn es kann leicht zu Zusammenstößen mit den Felsbrocken oder einer anderen Rakete kommen. Zum Glück hat es niemals Verletzte gegeben.

Die Regatta wird jedes Jahr durchgeführt und dieses Jahr ist Kartoffel an der Reihe, sie auszurichten.

 

Im letzten Jahr war Kackwurst der Sieger, aber niemand glaubte so recht daran, dass dabei nicht geschummelt worden war.

 

Die Kartoffelaner jedenfalls haben sich vorgenommen, ganz auf Nummer sicher zu gehen. Ihre eigene Rakete, die „Kometenschweif“, steht mitsamt ihrer Konstruktionspläne und Ersatzteile unter strenger Bewachung in einer besonders sicheren Halle. Mit Grumpfblupf und Trielo als Wachtposten.

 

Die Kometenschweif hat einen phantastischen neuen Antrieb, von Prof. Dr. Dr. Herbert Hirnerweich entwickelt, und ein sensationelles Steuerungssystem. Natürlich war die Funktionsweise dieser Apparaturen streng geheim, aber irgendjemand musste sich wohl gegenüber dem Fernsehen verplappert habe, denn der gesamte Asteroidengürtel wusste nun zumindest, dass es sie gab. Dies könnte Spione auf den Plan rufen, also war höchste Vorsicht geboten.

Mit einer Rakete, wie der Kometenschweif, kann man eigentlich gar nicht verlieren.

 

Das weiß jeder auf Kartoffel.

 

Und die Kackwürster wissen das natürlich auch.

 

Und die Kartoffelaner wissen, dass die Kackwürster das wissen.

 

Und die Kackwürster wissen, dass die Kartoffelaner wissen, dass die Kackwürster das wissen.

 

Es ist also eine ganz schön unübersichtliche Situation.

 

Grumpfblupf und Trielo jedenfalls sind darauf eingestellt, dass die Kackwürster versuchen würden, das Geheimnis der Kometenschweif auszuspionieren.

 

Die beiden gehen gerade ihre Runde, als sie ein Geräusch hören. Sie verstecken sich und sind mucksmäuschenstill.

 

Und dann hören sie eine Stimme. Geflüstert, aber dennoch gut zu hören.

 

„Kannst Du nicht aufpassen, du Blödmann? Geh doch gleich zur Kartoffelpolizei und erzähl ihnen, dass wir die Kometenschweif auseinandernehmen und den Antrieb klauen wollen. Der Große Haufen wird sehr unzufrieden sein.

 

Grumpfblupf und Trielo sahen sich an. Die Einbrecher waren eindeutig Kackwürster. Der Große Haufen, von dem gerade die Rede war ist nämlich der Oberste Chef auf Kackwurst. So eine Art König.

 

Was sollte nun geschehen. Irgendwas müssen sie unternehmen. Das ist Grumpfblupf und Trielo ganz klar.

„Grumpfblupf“, flüstert Trielo, „ ich habe eine Idee. Pass auf... Geh direkt auf die Einbrecher zu und tu so als wüsstest Du nicht, dass sie da sind. Dann werden sie sich verstecken und können nicht sehen, was ich mache. Ich werde in der Zwischenzeit eine kleine Überraschung vorbereiten.“

 

Grumpfblupf hat keine Ahnung, was sein Freund vorhat, aber er hat selbst überhaupt keine Idee und so tut er, was Trielo gesagt hat.

Laut stampfend setzt er seine Runde fort und tatsächlich... Die Einbrecher verstecken sich.

 

„Achtung, da kommt einer“, brüllt einer von ihnen, dann ziehen sich alle polternd hinter einen Container zurück.

Grumpfblupf schüttelt den Kopf. Er kann es kaum glauben, wie laut und ungeschickt sich die Spione anstellen. Wirklich nicht zu überhören, aber Trielo hatte ja gesagt, er solle so tun, als merke er nichts. „Was er wohl vorhat?“

 

Als die Runde beendet ist, trifft er wieder auf Trielo. “Alles klar“, sagt er. „ Jetzt brauchen wir nichts mehr zu tun, als abzuwarten, ob mein Plan funktioniert. „Was hast Du denn gemacht, während ich weg war?“ - „ Kann ich Dir jetzt nicht erklären, das dauert zu lange. Setz Dich einfach hier hin. Hier kann man uns nicht sehen, aber wir sehen, was die Spione anstellen. Wenn es alles so funktioniert, wie ich es mir gedacht habe, werden wir viel Spaß haben.“

 

Also sitzen die beiden Wachposten in Ihrem Versteck und nach kurzer Zeit können sie sehen, wie die Einbrecher erscheinen, einen riesigen Konstruktionsplan von der Pinwand nehmen und an der Antriebseinheit der Kometenschweif herumschrauben. Grumpfblupf sieht, wie die Kackwürster mit dem Antrieb und dem Konstruktionsplan verschwinden, springt auf und will zur Verfolgung ansetzen. Doch Trielo hält ihn zufrieden grinsend zurück. „Nur kein Stress, Grumpfblupf. Es läuft alles nach Plan. Das wird ein Riesenspaß.“

Und er beugt sich zu den Ohrlöcher seines Freundes und flüstert ihm alles ins Ohr.

 

 

Der Tag der Regatta ist gekommen. Tausende von Aliens finden sich mit ihren Raumschiffen bei Kartoffel ein, um sich das Spektakel anzusehen.

Die Zuschauer müssen alles von ihren Untertassen aus beobachten, denn Kartoffel ist zu klein, um Platz für alle zu haben.

 

Die Mandariner haben eine tolle Regatta-Rakete gebaut. Glänzend rot mit goldenen Streifen und einem riesigen Treibwerk. Ein gefährlicher Konkurrent um den Titel.

 

Die Gruppe von Kackwurst kommt als letzte - mit einem Raumschiff, dass der Kometenschweif verdächtig ähnlich sieht. Nun ja... Wir wissen ja warum.

 

Zweiunddreißig Raketen nehmen dieses Jahr an der Regatta teil und eine ist beeindruckender als die andere. In tollen Farben mit tollen Formen auf dem neuesten Stand der Technik.

Es wird ganz schön eng werden im dicken Knubbel, wenn diese Flitzer darin um die Wette rasen. Vor allem, weil der Platz zwischen zwei Meteoriten teilweise so eng ist, dass auch nur ein Raumschiff nur mit Schwierigkeiten hindurchkommt, ohne anzuecken.

 

Grumpfblupf und Trielo sitzen in ihrer Unterasse. Der Platzanweiser hatte ihnen eine Stelle zugewiesen, an der sie gut den dicken Knubbel überblicken können.

 

Beide grinsen fett und breit. Sie freuen sich schon auf das, was gleich passieren wird.

Der Leiter der großen Regatta, der ehrwürdige Meister Schrumpelstiel, steht an seinem Platz und wird jeden Moment mit einer roten Leuchtpistole das Startzeichen geben.

 

10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1,

 

Start

 

Ein rotes Licht blitzt auf und der Weltraum wird undurchsichtig von den Rauchschwaden der 32 riesigen Raketen.

Als der Rauch sich verzieht sind sie schon alle im Inneren des Dicken Knubbels.

 

....bis auf eine.

 

Richtig, es ist die, die der Kometenschweif so ähnlich sieht und die aus den geklauten Teilen von Kartoffel gebaut wurde. Mit ebenfalls geklauten Konstruktionsplänen.

 

Trielo hatte in den unbeobachteten Momenten den Konstruktionsplan und das Antriebsaggregat ausgetauscht. Er ist selbst ein guter Techniker und er weiß eben, wie man Maschinen auf einfache Weise unbrauchbar macht oder dazu bringt, was ganz anderes zu machen als sie ursprünglich sollten.

 

Die Rakete der Kackwürster kommt nicht vom Fleck sondern stößt nur riesige Mengen Rauch aus. Hinter ihr hat sich schon so viel Rauch gesammelt, dass die Wolke weiß und dicht ist, wie eine Kinoleinwand.

 

Und Jetzt kommt Trielos große Stunde.

 

An Bord seiner Untertasse befindet sich nämlich ein Projektor, der jetzt Bilder auf die weiße Wolke strahlt.

 

Das erste ist ein Foto des Großen Haufens, wie er sich ganz unappetitlich in der Nase bohrt. Das Publikum ist zunächst verwirrt, muss dann aber lachen, während der Grosse Haufen, ein Ehrengast dieser Veranstaltung vor Wut und Peinlichkeit kocht.

 

Dann erscheint ein Text unter dem Bild. „Bohr nicht zu tief , großer Haufen, sonst holst Du noch Dein wackeliges Gehirn aus dem Kopf.“

 

Großes Gelächter beim Publikum

 

Nächster Text:

„Oder nein. Hol lieber das Gehirn ´raus und laß die Popel drin. Die können bestimmt besser denken als das andere, was in Deinem Kopf ist.“

 

Die Aliens biegen sich vor lachen.

 

Jetzt kommt ein neues Bild.

Es ist wieder der große Haufen. Auf einer Fete. Er steht nur mit Unterhose bekleidet in einer Salatschüssel, hat eine Pappnase auf und ein Glas Sternenwhisky in der Hand. Mit der anderen Hand kratzt er sich am Popo. Kurz darauf der passende Text:

„Ele, Mele, Milipiel, der große Haufen trinkt zu viel.“

Es folgt noch ein Bild, doch das ist leider nicht mehr zu erkennen, weil sich der Rauch verzogen hat.

Egal.

Das Publikum johlt vor Lachen. Alle zeigen mit dem Finger auf das Raumschiff des großen Haufens. Der ist allerdings nicht mehr zu sehen. Er hat die Vorhänge seiner Angeber-Untertasse zuziehen lassen und will jetzt nach Hause. Er weiß noch nicht, wen er für diese Schande büßen lassen will, aber auf dem Weg zum Heimatasteroiden wird ihm bestimmt jemand einfallen. Sonst hat er ja auch immer jemanden gefunden.

 

 

Grumpfblupf und Trielo sitzen in ihrer Untertasse und freuen sich, dass der Streich so gut geklappt hat. Den großen Haufen veräppeln sie nämlich noch lieber, als ahnungslose Astronauten von der Erde.

 

 

Ach ja...

Die Regatta hat übrigens der Asteroid Mandarine gewonnen. Die Rakete war zwar nicht ganz so gut, wie die Kometenschweif, aber der Fahrer war einfach genial und unschlagbar. Schade für die Kartoffelaner, aber vielleicht klappt´s ja nächstes Jahr, wenn die Regatta von „Gurke“ organisiert wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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